Glockenkonzert

Mir Dekan i.R. Dieter Eisenhardt, Herrenberg

Glockensterben im zweiten Weltkrieg und

neue Glockenklänge in der wieder geschenkten Friedenszeit

Wie Herrenberg und andere Städte und Dörfer in unserem Land das Glockensterben erlebt haben und wie nach dem Krieg da und dort neue Geläute entstanden sind, darum geht es im Glockenkonzert am 07. Juni 2025, in der Herrenberger Stiftskirche. Dabei wird auch hörbar, wie in unserer Stadt und anderswo, in Katholischen und Evangelischen Gemeinden, neue Glocken so aufeinander abgestimmt wurden, dass es zu einem harmonischen, Gesamtklang kommt, ein stimmungsvolles Friedenszeichen, wachsender ökumenischer Gemeinschaft.

Dazu schreibt der ehemalige Herrenberger Dekan: „80 Jahre Kriegsende weckt in unserer Zeit viele Erinnerungen an die Jahre vor und nach 1945. Für mich gehört dazu auch das Glockensterben in unserem Land. Immer noch habe ich den klagenden Klang der einzig verbliebenen Glocke im Ohr, die jedes Mal geläutet wurde, wenn in meiner Heimatkirche an einen Gefallenen aus unserer Gemeinde gedacht wurde. Einmal musste sie innerhalb weniger Monate zweimal für Vater und Sohn, aus der gleichen Familie zum Trauergottesdienst rufen. Dunkle Bilder, die mich bei den schrecklichen Kriegsnachrichten, heute in meinen Nachtträumen heimsuchen.

Aber das andere kommt in unseren unruhigen Zeiten, Gott sei Dank, auch wieder ans Licht: Der Einzug neuer Glocken in den verwaisten Kirchtürmen in den Jahren nach dem Kriegsende. Es sind helle Erinnerungen. Das ganze Dorf war auf den Beinen, als in meiner Heimatgemeinde, die silberglänzenden, neuen Glocken, festlich geschmückt, zur Kirche kamen. Als dann zum ersten Mal das volle Geläut wieder das Kirchenschiff füllte und sich über die Dächer der Häuser breitete war es auch manchem Kriegsheimkehrer wunderlich in den Augen und da und dort konnte man hören: „Jetzt ist wieder Frieden, Gott sei Dank!“

Das Konzert endet wie üblich um 18 Uhr mit dem 20-stimmigen Plenum, das den Sonntag einläutet.

Da das Museum derzeit aus Gründen des Brandschutzes geschlossen ist, finden die Erläuterungen des Konzertleiters im Kirchgarten neben der Kirche statt. Bei gutem Wetter ist der Kirchhof bestuhlt.

Das Konzert beginnt um 17.00 Uhr mit einer kurzen Einführung im Schiff der Stiftskirche und endet kurz vor 18.00 Uhr mit dem Läuten der 800-jährigen Armsünderglocke, die damit das Ende des Sabbats verkündet. Nach dem Uhrenschlag und der Carillonmelodie „Herr bleibe bei uns, denn es will Abend werden“ erklingt dann das Großplenum mit insgesamt 20 Glocken, bestehend aus den Zimbelglocken und dem Hauptgeläut. Das tragende Fundament bildet die Gloriosa, die Festtagsglocke der Stiftskirche mit ihrem tiefen b°.

Der Eintritt zum Konzert ist frei, doch wird für die anstehenden Brandschutzertüchtigungen zur Wiedereröffnung des Museums herzlich um eine Spende gebeten.

Das Museum ist leider weiterhin aus Gründen des Brandschutzes geschlossen. Witterungsangepasste Kleidung für den Konzertaufenthalt im Kirchhof wird empfohlen.

Glockenkonzert

7. Juni 2025 @ 17:00 - 18:15

Mir Dekan i.R. Dieter Eisenhardt, Herrenberg

Glockensterben im zweiten Weltkrieg und

neue Glockenklänge in der wieder geschenkten Friedenszeit

Wie Herrenberg und andere Städte und Dörfer in unserem Land das Glockensterben erlebt haben und wie nach dem Krieg da und dort neue Geläute entstanden sind, darum geht es im Glockenkonzert am 07. Juni 2025, in der Herrenberger Stiftskirche. Dabei wird auch hörbar, wie in unserer Stadt und anderswo, in Katholischen und Evangelischen Gemeinden, neue Glocken so aufeinander abgestimmt wurden, dass es zu einem harmonischen, Gesamtklang kommt, ein stimmungsvolles Friedenszeichen, wachsender ökumenischer Gemeinschaft.

Dazu schreibt der ehemalige Herrenberger Dekan: „80 Jahre Kriegsende weckt in unserer Zeit viele Erinnerungen an die Jahre vor und nach 1945. Für mich gehört dazu auch das Glockensterben in unserem Land. Immer noch habe ich den klagenden Klang der einzig verbliebenen Glocke im Ohr, die jedes Mal geläutet wurde, wenn in meiner Heimatkirche an einen Gefallenen aus unserer Gemeinde gedacht wurde. Einmal musste sie innerhalb weniger Monate zweimal für Vater und Sohn, aus der gleichen Familie zum Trauergottesdienst rufen. Dunkle Bilder, die mich bei den schrecklichen Kriegsnachrichten, heute in meinen Nachtträumen heimsuchen.

Aber das andere kommt in unseren unruhigen Zeiten, Gott sei Dank, auch wieder ans Licht: Der Einzug neuer Glocken in den verwaisten Kirchtürmen in den Jahren nach dem Kriegsende. Es sind helle Erinnerungen. Das ganze Dorf war auf den Beinen, als in meiner Heimatgemeinde, die silberglänzenden, neuen Glocken, festlich geschmückt, zur Kirche kamen. Als dann zum ersten Mal das volle Geläut wieder das Kirchenschiff füllte und sich über die Dächer der Häuser breitete war es auch manchem Kriegsheimkehrer wunderlich in den Augen und da und dort konnte man hören: „Jetzt ist wieder Frieden, Gott sei Dank!“

Das Konzert endet wie üblich um 18 Uhr mit dem 20-stimmigen Plenum, das den Sonntag einläutet.

Da das Museum derzeit aus Gründen des Brandschutzes geschlossen ist, finden die Erläuterungen des Konzertleiters im Kirchgarten neben der Kirche statt. Bei gutem Wetter ist der Kirchhof bestuhlt.

Das Konzert beginnt um 17.00 Uhr mit einer kurzen Einführung im Schiff der Stiftskirche und endet kurz vor 18.00 Uhr mit dem Läuten der 800-jährigen Armsünderglocke, die damit das Ende des Sabbats verkündet. Nach dem Uhrenschlag und der Carillonmelodie „Herr bleibe bei uns, denn es will Abend werden“ erklingt dann das Großplenum mit insgesamt 20 Glocken, bestehend aus den Zimbelglocken und dem Hauptgeläut. Das tragende Fundament bildet die Gloriosa, die Festtagsglocke der Stiftskirche mit ihrem tiefen b°.

Der Eintritt zum Konzert ist frei, doch wird für die anstehenden Brandschutzertüchtigungen zur Wiedereröffnung des Museums herzlich um eine Spende gebeten.

Das Museum ist leider weiterhin aus Gründen des Brandschutzes geschlossen. Witterungsangepasste Kleidung für den Konzertaufenthalt im Kirchhof wird empfohlen.